Fallen - Die Dunkelheit meiner Gedanken

Disclaimer: In diesem Post teile ich Gedanken mit dir, die nicht positiv sind, sondern eher in eine depressiv verstimmte Richtung gehen. Wenn es dir damit nicht gut geht, dann musst du diesen Post nicht lesen.

Ich teile dies, weil ich zum einen zeigen möchte, dass diese Gefühle nichts sind, wofür man sich schämen oder verstecken muss und in der Hoffnung, zeigen zu können, dass wir damit nicht alleine sind.



Voll in die Fresse sind sie wieder da. Diese Gedanken, die Leere, diese Dunkelheit. Wie ein Schleier, der mich umgibt, ein Strudel, der mich nach unten zieht.

Und ich falle.

Falle in diese endlose Leere, wenn ich meine Augen schließe.


Ich dachte, ich hätte das hinter mir.

All die Zweifel, all die Trauer, die ich nicht einordnen kann. Dachte, ich wäre drüber weg, über dieses ständige hin und her wälzen von Problemen, die ich nicht einmal benennen kann. Die es sowieso nur in meinem Kopf gibt.

Ich dachte, mir geht's gut.


Und dann frag ich mich: "Sind das jetzt meine Hormone? Geht das morgen oder übermorgen wieder vorbei?"


Doch spielt das eigentlich eine Rolle?

Es tut jetzt weh. Wobei, tut es das?

Es fühlt sich einfach sinnlos an. Ich fühle mich sinnlos an.

Ich will, dass es aufhört und ich weiß doch, dass es das nicht tut, solange ich gegen ankämpfe. Vielleicht muss ich erst fallen, um dann wieder aufzustehen.


Doch ich bin so müde. So müde vom ständigen fallen und mich mühsam wieder aufrappeln. So müde vom alles infrage stellen und mich neu sortieren müssen. Ich will doch nur eine längere Phase, in der es gut ist. In der sich diese Leere wie Erfüllung anfühlt, in der meine Trauer aus Glückstränen besteht. In der sich mein endloser Fall wie Fliegen anfühlt. In der mir die Dunkelheit meiner Gedanken keine Angst macht, sondern Zuversicht und Vertrauen sich breit machen.


"Ich will nicht mehr", denke ich, als ich die Augen öffne und für einen kurzen Moment weiß ich nicht, ob ich damit dieses Gefühl oder ganz generell alles meine.


Es geht wieder vorbei.

Vielleicht werden diese Phasen kürzer und weniger intensiv, wenn man sie zulässt und dann loslässt. Wenn man nicht mit aller Macht versucht, sie wegzudrücken und stattdessen feststellt, dass jeder Fall irgendwann ein Ende hat.

Aber das ist einfacher gesagt, als getan.


Bei mir sind es Phasen, die vielleicht mehr mit meinen Hormonen, als mit der Realität zu tun haben - doch genau weiß ich es nicht. Der Moment fühlt sich einfach beschissen an und sich in dieser dunklen Situation darauf zu besinnen, dass morgen hoffentlich wieder alles normal ist, ist verdammt schwer.