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14 Kochtipps - Besser & köstlich vegan kochen

Von der Vorbereitung, über Gewürze bis hin zum Servieren.


Unser Essen ist das, woraus wir Energie schöpfen. Kochen kann man somit als Lebensnotwendigkeit ansehen, oder eben auch als etwas, das Energie und Lebensfreude bringt.


Je mehr Energie wir ins Kochen stecken, desto besser schmeckt's am Ende.

Kochen habe ich erst so richtig gelernt, als ich von zuhause ausgezogen bin und mich immer mehr mit gesunder und veganer Ernährung auseinandergesetzt habe. Vielleicht schlummerte auch schon immer eine begeisterte Hobbyköchin in mir, jedenfalls hätte ich vor meinem Auszug nicht gedacht, dass mir das Kochen so liegt.


Heute habe ich also ohne weitere Umschweife meine persönlichen Kochtipps im Gepäck - damit es besser schmeckt und mehr Spaß macht.



1 - Kochen ist Kreativität

Kochen darf kreativ sein. Ich habe es schon im einen oder anderen Rezept gesagt, doch hier noch einmal: Ich finde, man muss Rezepte nicht zu genau nehmen. Zutaten kann man auslassen oder tauschen, wenn man etwas nicht mag oder nicht da hat und man kann immer etwas hinzugeben, das einem besonders gut schmeckt.


2 - Wochenplanung

Essen planen ist eine große Hilfe im Alltag. Ich nutze dafür eine Notizapp, in der ich eine Rezeptsammlung führe, durch welche ich die Rezepte in meinen Wochenplan einfügen kann (darüber schreibe ich vielleicht bald mal einen detaillierten Post). Egal auf welche Weise man nun das Essen plant, es hilft beim Einkaufen und beim Kochen, wenn man alles da hat, was man braucht und nicht noch spontan etwas Leckeres aus dem Ärmel schütteln muss. Dabei finde ich es auch hilfreich, immer ein paar super schnelle Gerichte einzuplanen, sodass man bei spontaner Bocklosigkeit oder Zeitmangel mit wenig Aufwand etwas relativ Gesundes zubereiten kann. Nudeln gehen z.B. immer bei mir.


3 - Das Kochen Vorbereiten

Planung ist also das halbe Leben - auch beim Kochen. Bevor ich mit dem Schneiden, Anbraten oder Kochen einzelner Zutaten beginne, lege ich erst einmal alles bereit, was ich brauche. So brennt nichts an oder kocht über, während ich im Vorratsschrank nach der Dose gehackte Tomaten suche.


4 - Geschmäcker Einsetzen

Für das ultimative Geschmackserlebnis ist es ein richtiger "Game-Changer" verschiedene Geschmäcker zu kombinieren - süß, salzig, sauer, umami, bitter und fettig (ja, fettig ist auch ein Geschmack). Das macht ein Gericht aufregender und lebendiger. Durch verschiedenes Gemüse und Obst, Beilagen, Soßen, Kräuter und Gewürze, sowie durch Röstaromen beim Anbraten sind die Kombinationsmöglichkeiten schier endlos.


5 - Texturen Kombinieren

Ebenso wie verschiedene Geschmäcker zu kombinieren, lohnt es sich verschiedene Texturen einzubeziehen - von cremig bis crunchy sozusagen. Das sorgt für viel Abwechslung beim Kauen und erhöht so ebenso die Freude am Essen.


6 - Nicht an Gewürzen und Kräutern Sparen

Wenn mich von mir bekochte Personen fragen, warum mein Essen so gut schmeckt, würde ich sagen, dass es zu bestimmt 50% an Gewürzen und Kräutern liegt. Nachgezählt komme ich aktuell auf 23 verschiedene Gewürze und Kräuter in meiner Küche und für mich ist das die Essenz von kreativem Kochen. Zudem sind Gewürze und Kräuter unheimlich gesund. Darüber hinaus achte ich darauf, immer frische Kräuter zur Hand zu haben, da sie noch einmal eine viel intensivere Note ins Gericht bringen. Ein weiterer Gewürztipp besteht darin, bei jedem Zubereitungsschritt zu würzen und nicht nur ein einziges Mal. Schon beim Anbraten von Zwiebeln und Gemüse Gewürze hinzugeben, lässt diese ihr Aroma noch viel intensiver entfalten und diese ins Gemüse (oder was eben gerade angebraten wird) übergehen. Ab und zu mal probieren schadet auch nicht. Gewürze und Kräuter helfen außerdem dabei, weniger zu salzen und da zu viel Salz nicht gesund ist, ist das doch ziemlich gut.


7 - Das gewisse Extra

Welche Zutat bringt dein Essen auf die nächste Stufe? Ich finde geröstete Samen oder Nüsse geben immer ein fantastisches Aroma plus extra Crunch. Auch Oliven oder Kapern, sowie Chili- oder Hefeflocken sind eine tolle Ergänzung.


8 - Mus ist Muss

Für cremige Soßen, Dressings, Desserts u. v. m. nutze ich unheimlich gern Nussmuse und Sesammus (Erdnussmus und Tahini habe ich eigentlich immer da). Daraus können so unglaublich viele, verschiedene, cremige Variationen gezaubert werden, ohne auf Sahne zurückgreifen zu müssen. Und darüber hinaus erhält man noch einmal mehr Geschmack.


9 - Die gute Flasche Wein

Ein bisschen Wein (oder anderer Alkohol) darf auch mal sein - gerade in Soßen, wie einer kräftigen Bolognese, gibt ein guter Schuss Rotwein noch einmal ordentlich Aroma und da der Alkohol verkocht, muss man sich darüber keine Gedanken machen.


10 - Sauer macht lustig

In allen möglichen Gerichten verwende ich den Saft und die Schale von Zitronen und Limetten. Dabei ergibt es Sinn, diese erst gegen Ende hinzuzugeben, da so die Vitamine erhalten bleiben und auch der Geschmack intensiver ist. Etwas Zitronensaft über den Teller träufeln und schon kommt eine weitere, frische Geschmacksnote hinzu.


11 - Frische & Qualität

Beim Kauf von Gemüse sollte man darauf achten, dass es so frisch wie möglich und, nach Möglichkeit, aus regionalem Bioanbau stammt. Das ist vielleicht nicht immer komplett umsetzbar, doch beim Blick auf den Einsatz von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln sinnvoll. Auch die richtige Lagerung wirkt sich auf Geschmack und Haltbarkeit von Lebensmitteln aus - Tomaten verlieren im Kühlschrank z.B. ein Vielfaches von ihrem Geschmack.


12 - Roh macht froh

Um Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zu erhalten, lohnt es sich, rohes Gemüse und besonders dunkelgrüne Blattsalate (wie Spinat, Rucola o.Ä.) in Gerichte einzubinden.


13 - Einen Vorrat anlegen

Eine gut gefüllte Speisekammer zahl sich aus. Der Einkauf wird entspannter und Basics dazuhaben macht es leichter, auch mal ein simples Gericht (Nudeln mit Tomatensoße, Kichererbsencurry...) aus dem Ärmel zu schütteln. Eine Liste an solchen Basics habe ich in diesem Blogpost zusammengestellt (welche natürlich noch beliebig erweitert werden kann).


14 - Liebe und Zeit

Zum Schluss ist es meines Erachtens wichtig, sich Zeit und Ruhe zu nehmen und das Kochen zu zelebrieren. Jeden Zubereitungsschritt mit Liebe durchzuführen - vom Zwiebel schneiden, über das Gemüse zubereiten und den Reis kochen, bis hin zum Servieren. Auch wenn das nicht jeden Tag möglich ist, versuche ich mir, so oft es eben geht, viel Zeit fürs Kochen zu nehmen. Weil Liebe eben durch den Magen geht - und damit meine ich in diesem Fall die Liebe, die man ins Essen steckt ;)


 

Natürlich sind diese Tipps nur die Spitze des Eisbergs - am Ende ist Koch/Köchin eben auch ein Lehrberuf, ein Handwerk, eine Kunst. Aber eben auch ein schönes Hobby, ein Ausprobieren, ab und an mal Scheitern, aber genauso oft erstaunlich leckere Dinge zaubern, ohne genau zu wissen, wie das denn jetzt eigentlich funktioniert hat (vielleicht geht es auch nur mir so).

Jedenfalls habe ich wahnsinnig viel Freude daran, mich auszuprobieren, mich kreativ auszutoben und immer wieder etwas zu kochen, das mich nahezu stolz werden lässt.


Hast du einen Kochtipp, der dein Leben verändert hat - ob im großen oder kleinen Rahmen? Dann schreib ihn gern in die Kommentare.


Liebste Grüße

Nele


 

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