Selbstreflexion

Worum geht es hier?

Eigentlich ist das Wort an sich selbsterklärend. Ich möchte mit diesem Thema verschiedene Aspekte umfassen, die für mich zum Thema Reflexion zählen. Sich selbst und ganz allgemein das eigene Leben reflektieren, die eigenen Gedanken und Gefühle wahrnehmen, verstehen und sortieren lernen, sich selber zu organisieren und sein Leben nach eigenen Werten und Zielen auszurichten.

All das spiel in meinen Augen eine Rolle dabei, wenn wir unser Leben aktiv gestalten und zufrieden beschreiten wollen.

Image by Hannah Olinger
Selbstreflexion

Wie gut kennst du dich selbst? Was macht dich aus, was sind deine Stärken, Schwächen, Talente, was magst du gerne, was überhaupt nicht? Hast du dir schonmal bewusst Gedanken über Fragen wie diese gemacht (und ich meine nicht im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs)? 

Selbstreflexion kann bei solch kleinen Fragen anfangen - Was macht dich richtig glücklich? - aber auch richtig in die Tiefe gehen - Was wünschst du dir im Leben? - und kann uns helfen, uns selbst und unsere Persönlichkeit besser kennenzulernen. Dies kann uns vor Augen führen, welche Dinge in unserem Leben gut für uns sind und welche uns Energie kosten.

Über die Reflexion können wir auch wunderbar unsere Gedanken und Gefühle unter die Lupe nehmen. Vielleicht hast du schonmal Tagebuch geschrieben und festgestellt, wie befreiend es sich anfühlen kann, einfach alles einmal aufzuschreiben. Dabei können wir uns auch gezielt Fragen stellen, um die Ursache bestimmter Situationen verstehen zu können. Warum empfinden wir z.B. Wut? Was hat uns getriggert und was liegt dahinter? 

Sich immer mal wieder hinsetzen, Zeit für die Fragen nehmen, die gerade präsent sind und einen ehrlichen Blick auf sie zu werfen, kann uns dabei helfen, mehr (Selbst-)Bewusstsein, Klarheit, Zufriedenheit und Verständnis zu erlangen. Wir können die Richtung, nach welcher wir unser Leben ausrichten wollen, ausfindig machen oder verändern, wiederkehrende Situationen (z.B. Streit) verbessern und für mehr Klarheit in unseren Gedanken sorgen. All das ist natürlich ein Prozess, jedoch ein spannender, sehr lohnenswerter.

 
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Bullet Journal

Vielleicht hast du schonmal davon gehört, vielleicht fragst du dich auch "Was für ein Journal?!". Das Bullet Journal ist ein Reflexions- und Planungstool, das mit seinem Besitzer wächst. Es ist ein leeres Notizbuch, das du selbst mit allem füllst, was dir wichtig ist. Dabei kombiniert es Planung und Organisation mit Reflexion auf komprimierte Weise.

Wahrscheinlich kennst du das auch: dir kommt ein Gedanke in den Kopf, du glaubst, du behältst ihn bis später und später ist er wieder weg. Oder du hast eine wirre Sammlung aus Kalender, Notizbüchern, Klebezetteln, Handynotizen etc. pp., doch wenn du eine bestimmte Notiz brauchst, musst du erst einmal suchen.

Das Bullet Journal ist der eine Ort für alles. Es macht den Alltag einfacher, weil du keine Notizen und Termine mehr suchen musst und bei einem Gedanken auch nicht mehr nachdenken musst, wo du diesen aufschreiben sollst. Alles landet in diesem einem Notizbuch. Um deine Gedanken zu sortieren, gibt es ein simples System, welches ich hier jedoch nicht detailliert ausführe - in den Ressourcen findest du ein paar Links.

Egal ob man nun ein Bullet Journal führt oder etwas anderes nutzt - ich finde es wichtig, Tools zu haben, mit denen man den Kopf frei kriegen kann. Ständig Termine, Gedanken und Ideen im Kopf behalten zu müssen blockiert uns nämlich im Alltag und raubt uns somit Energie, Kreativität und Freude.

 
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Ziele

Ziele geben uns einen Antrieb. Wir haben etwas, wofür wir aufstehen, arbeiten, leben. Um seine eigenen Ziele zu finden ist es wiederum unerlässlich, mit sich selbst zu beschäftigen, sonst läuft man vermutlich Dingen hinterher, die man eigentlich gar nicht selber möchte. Ziele und Selbstreflexion gehen also Hand in Hand.

Es gibt zig Möglichkeiten, sich Ziele zu überlegen und zu setzen und ich finde, das ist ein sehr individueller Prozess, bei dem es hilfreich ist, sich von allem freizumachen, was andere dazu zu sagen haben. Oft heißt es z.B., man müsse seine Ziele ganz genau definieren, aufbrechen und den Zeitpunkt festlegen - doch vielleicht funktioniert das einfach nicht für dich, sondern setzt dich bloß unter Druck. Vielleicht funktioniert es aber eben auch gerade für dich.

In jedem Fall ist es sinnvoll, seine Ziele noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und zu hinterfragen - warum und wofür möchte ich das erreichen und wie möchte ich mich fühlen, wenn ich das Ziel erreiche? Vielleicht steckt hinter dem Gefühl aber auch etwas ganz anderes, als das ursprüngliche Ziel...

Trotz alledem nimmt unsere Gesellschaft Ziele in meinen Augen viel zu ernst. Gerade im Internet gibt es die unzähligen Motivationsvideos und Blogs und jede:r schreit am lautesten. Tatsache ist doch, dass sich das Leben ständig ändert, wir uns ständig ändern und sich so auch unsere Prioritäten und Ziele ändern. Dinge, die gestern die Welt bedeutet haben, sind heute plötzlich unwichtig. Und so können sich Ziele verändern oder eben einfach irrelevant werden. Flexibel bleiben und auch mal loslassen, statt krampfhaft festzuhalten, was uns gar nicht glücklich macht. 

 

Ressourcen

Links

Original Bullet Journal | Nathaniel Drew | Amanda RachLee

Bücher

Kopf zerbrechen oder dem Herzen folgen - Patricia Küll & Jörg B. Kühnapfel

Sorge dich nicht, lebe! - Dale Carnegie

Ich weiß nicht, was ich wollen soll - Bas Kast

Die Meinung der anderen - Tali Sharot

Die Bullet-Journal-Methode - Ryder Carroll